Gastroenterologie
Die Gastroenterologie hat meinen beruflichen Weg früh geprägt. Meine internistisch-gastroenterologische Ausbildung am Israelitischen Krankenhaus Hamburg bildet bis heute einen wichtigen Teil meines ärztlichen Denkens. Besonders beschäftigen mich die Verbindungen zwischen Verdauungssystem, Immunsystem und entzündlichen Erkrankungen.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
Ein besonderes Interesse gilt den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, insbesondere Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Dabei richtet sich mein Blick auf die Krankheitsaktivität, mögliche Begleiterkrankungen und die Auswirkungen auf den Alltag. Mir ist wichtig, die Behandlung am individuellen Verlauf auszurichten und gemeinsam mit meinen Patientinnen und Patienten langfristige Ziele zu entwickeln.
Autoimmune Erkrankungen
Auch autoimmune Erkrankungen in der Gastroenterologie gehören zu diesem Themenfeld. Hier verbinden sich meine gastroenterologische und immunologische Perspektive. Eine sorgfältige diagnostische Einordnung und die Berücksichtigung möglicher Beteiligungen anderer Organe bilden für mich die Grundlage einer abgestimmten Behandlung.
Funktionelle Beschwerden und Unverträglichkeiten
Ebenso widme ich mich funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen, etwa dem Reizdarmsyndrom und dem Reizmagen, sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Bei Beschwerden wie Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen oder Veränderungen der Verdauung ist mir eine differenzierte Abklärung wichtig. Dabei berücksichtige ich Ernährungsgewohnheiten, individuelle Auslöser und den bisherigen Verlauf. Ziel ist ein nachvollziehbares Behandlungskonzept, das Beschwerden lindert und unnötige Einschränkungen im Alltag vermeidet.
Krebsvorsorge
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Krebsvorsorge, insbesondere die Darmkrebsvorsorge. Ich lege Wert darauf, persönliche und familiäre Risiken zu berücksichtigen, geeignete Untersuchungen verständlich zu erläutern und die weitere Vorsorge an den jeweiligen Befunden auszurichten.
Mikrobiom und Hirn-Darm-Achse
Darüber hinaus beschäftige ich mich mit dem Mikrobiom und der Hirn-Darm-Achse: mit der Bedeutung der Darmmikroorganismen und dem wechselseitigen Zusammenspiel von Verdauungssystem und Nervensystem. Mich interessiert, welche Erkenntnisse daraus für Beschwerden, Ernährung und Behandlung tatsächlich nutzbar sind. Dabei ist mir wichtig, wissenschaftlich gesicherte Anwendungen von Ansätzen zu unterscheiden, deren Nutzen noch nicht ausreichend belegt ist.
